Der aktuelle DEULA-Experten-Tipp für Lohnunternehmen zum Thema Werkstatt

Die Werkstätten der Lohnunternehmen werden immer professioneller. Neben dem Können ist immer mehr Wissen gefragt – auch bei der Sicherheit.

Es ist nicht nur eine Frage der Kostenersparnis, wenn der betriebseigenen Werkstatt mehr Raum und Aufmerksam gegeben wird. Ebenso wichtig ist der Zeitfaktor. Die Zeitfenster, in denen sich mit den modernen Maschinen Geld verdienen lässt, sind begrenzt. Termine in der Fachwerkstatt für Wartung und Reparaturen kosten doppelt: Hohe Ausgaben, keine Einnahmen. Was liegt da näher, als die Schlagkraft in der eigenen Werkstatt zu erhöhen? Technikaffin sind die Mitarbeiter meist schon, Fortbildung nach Bedarf und schon lässt sich viel mit eigenen Mitteln bewerkstelligen. Doch Vorsicht, nur allzu schnell bleibt die Sicherheit auf der Strecke. Es sollten sich jedoch die Arbeitnehmer und die Arbeitgeber gleichermaßen darum bemühen, für die diesbezüglichen Voraussetzungen und für die Einhaltung der Sicherheitsbe-stimmungen zu sorgen.

 

Voraussetzungen für gute Werkstattarbeit

Professionelles und damit auch sicheres Arbeiten kann nur in einer aufgeräumten Werkstatt stattfinden. Dafür ist es hilfreich, wenn nach jedem erledigten Arbeitsauftrag die Ordnung erst wieder hergestellt wird, bevor die nächste Maschine an die Reihe kommt. Stolperfallen und behinderte Sicht sind häufige Unfallursachen. Oft ist auch der Fußboden direkt Teil des Übels: Unterschiedliche Bodenbeläge, Übergänge und Kanten erhöhen die Gefahr. Es besteht Rutschgefahr, wenn mit Fetten, Ölen und anderen Flüssigkeiten gearbeitet wird. Die brennbaren Stoffe stehen mitunter offen oder gebrauchte Putzlappen gasen sie aus. Die Brand- und Explosionsgefahr wird regelmäßig unterschätzt. Deshalb gilt, Gefäße verschließen und Putzlappen in verschlossenen, nicht brennbaren Behältnissen sammeln und möglichst täglich entsorgen.

Neben dem aufgeräumten Arbeitsplatz sind gute Lichtverhältnisse wichtig. Dabei ist Tageslicht vorzuziehen. Eine ausgewogene Allgemeinbeleuchtung schafft komfortable Verhältnisse und ermöglicht entspanntes Arbeiten mit guten Ergebnissen. Die Beleuchtungsstärke sollte bei Maschinenarbeiten 300 bis 500 Lux und bei Feinmontagearbeiten mindestens 500 Lux betragen. Moderne Akkuhandleuchten mit LEDs sind eine gute Ergänzung, um Details auszuleuchten, sollten aber niemals die Hauptlichtquelle sein.

 

Arbeiten mit elektrischen Maschinen

Eigentlich weiß jeder, wie es geht: Für die Sicherheit sollten bei allen Tätigkeiten mit elektrischen Werkzeugen Schutzbrillen getragen werden, das gilt nicht nur für den Winkelschleifer. Hakt man nach, warum das nicht geschehen ist, war die Brille gerade nicht griffbereit oder die ausgeführte Tätigkeit war „nur eben kurz was flexen“. Hinweisschilder können eine Hilfe sein.

Eng anliegende Kleidung, geschlossene Jacken und Ärmelbünde schützen vor bösen Überraschungen bei drehenden Maschinen. Besonders elektrische Werkzeuge sollten vor Inbetriebnahme einer Sichtprüfung unterzogen werden. Schadhafte Isolation und unsachgemäße Instandsetzung sind häufige Ursache für unfreiwillige Arbeitsstopps.

Dass Mitarbeiter im Lohnunternehmen Stahlkappen-Sicherheitsschuhe tragen, ist wohl selbstverständlich, aber der Gehörschutz ist leider nicht mehr so häufig anzutreffen, wie er es in der Zeit war, als Schall geschützte Fahrerkabinen die Ausnahme waren. Trotzdem sollte er in Reichweite sein und auch benutzt werden.

 

DEULA Tipp

Wer kennt nicht das Problem mit der Verkabelung einer abgerissenen Anhängersteckdose: Welches Kabel gehört wohin? Ein DEULA-Aufkleber mit Hinweisen zum richtigen Anklemmen der Anhängersteckdose kann eine wertvolle Hilfe sein.